Kreuzschaltung
Einleitung
Bei der Kreuzschaltung handelt es sich um eine grundlegende Schaltung der Installationstechnik.
Sie wird eingesetzt, wenn 3 oder mehr Schalter eine Leuchte ansteuern.
Schaltsymbol
Zustandstabelle
Komponenten
Schalter: Min 3
Verbraucher: Min 1
Ziel
Verbraucher von mindestens 3 Schaltstellen ein-/ausschalten
Ziel / Anwendung der Kreuzschaltung
Kurzgesagt, besteht das Hauptziel der Kreuzschaltung darin einen Verbraucher (z.B. mindestens eine Leuchte) von mindestens drei verschiedenen Stellen ein- und auszuschalten zu können.
Konkret besteht die Kreuzschaltung immer mindestens aus 3 Schaltstellen. (Nicht weniger). Von allen Schaltern kann eine Lampe (oder eine Gruppe von Leuchten) unabhängig voneinander ein- und auszuschalten.

Beispiel: Im Schlafzimmer soll das Licht entweder bei der Türe ein und ausgeschaltet werden aber auch links und rechts vom Bett aus.

Wichtig zu unterscheiden: Kreuzschaltung und Kreuzschalter.
Die komplette Schaltung wird als Kreuzschaltung bezeichnet.
Für die Kreuzschaltung wird mindestens 1 Kreuzschalter sowie 2 Wechselschalter benötigt.
Der Unterschied zwischen des Kreuzschalters und des Wechselschalters wird im weiteren erklärt.

Aufbau / Verdrahtung der Kreuzschaltung
Der Aufbau sieht wie folgt aus. Wie erklärt, besteht die Kreuzschaltung aus mindestens 3 Schaltern. Konkret aus zwei Wechselschaltern und mindestens einem Kreuzschalter. Zudem einem mindestens einem Verbraucher wie beispielsweise einer Leuchte.
An den einen Wechselschalter (Schalter1) wird der L-Leiter (Braun) angeschlossen.
Der andere Wechselschalter (Schalter3) wird mit der Leuchte verbunden.Die Leuchte wird zudem mit dem N Leiter (Blau) verbunden.
Dann wird der mittlere Kreuzschalter (Schalter2) mit den beiden anderen Schaltern verbunden (lila).

Erklärung / Funktion der Kreuzschaltung
Stell dir die klassische Wechselschaltung vor (die wir ja schon besprochen haben).
→Wechselschaltung
Da gibt es zwei „Korrespondierende“ Drähte, die die beiden Schalter verbinden.
Die Kreuzschaltung klinkt sich nun genau in diese Verbindung ein. Man setzt einen speziellen Schalter – den Kreuzschalter – einfach zwischen die beiden Wechselschalter.
– Ein Wechselschalter hat 3 Anschlüsse.
– Ein Kreuzschalter hat 4 Anschlüsse (zwei Eingänge, zwei Ausgänge).

Seine Aufgabe ist simpel, aber effektiv: Er nimmt die beiden ankommenden Drähte und entscheidet: Leite ich sie geradeaus weiter (parallel) oder überkreuze ich sie? Dadurch ändert er den Pfad des Stroms. Egal was die Schalter am Anfang oder Ende der Kette machen – sobald der Kreuzschalter in der Mitte „die Gleise tauscht“, ändert sich der Schaltzustand der Lampe (An wird Aus, Aus wird An).
Zustände
Am einfachsten kann man die Funktion mithilfe der Zustände bzw der Zustands-Tabelle darstellen. Hier ist jede Schalterstellung aufgelistet.
Bei der mindest Anzahl an Schaltern von 3 Stück, gibt insgesamt 8 Möglichkeiten, wie die Schalter eingestellt werden können.
Stehen alle Schalter auf Position 0, besteht eine Verbindung von L zu N. Somit leuchtet die Lampe.

Wird die Position des dritten Schalters geändert auf Position 1, besteht keine Verbindung mehr und somit geht die Lampe aus.

Auch wenn der Schalter 2 auf Position 1 steht und der Schalter 3 auf Position 0 besteht keine Verbindung und auch hier leuchtet die Lampe nicht.

Drückt man nun wieder auf den Schalter 3 und stellt diesen somit auch auf Position 1, wird die Verbindung zwischen den L-Leiter und dem N-Leiter wieder hergestellt.

Befindet sich Schalter 1 auf 1 und die anderen beiden auf 0 ist die Verbindung wieder unterbrochen und die Lampe leuchtet nicht.

Wird nun der dritte Schalter wieder betätigt, leuchtet entsprechend die Lampe wieder.

Nun befindet sich Schalter 1 und 2 jeweils auf 1 und der Schalter 3 auf 0 besteht eine Verbindung und die Lampe leuchtet.

Stehen alle Schalter auf Position 1, besteht keine Verbindung von L zu N. Somit leuchtet die Lampe nicht.

Anschließen des Kreuzschalters Grundprinzip
Wie erklärt, besteht die Kreuzschaltung aus 2 Wechselschaltern sowie mindestens einem Kreuzschalter.
Die beiden Drehpunkte der Wechselschalter werden mit der Phase sowie mit der Lampe verbunden.

Praktische Verdrahtung im Beispiel
Für die praktische Realisierung und Verdrahtung werden folgende Komponenten benötigt:
2x Wechselschalter-Einsatz
1x Kreuzschalter-Einsatz
3x Wippe für den Schalter
3x Schalter-Rahmen
Korrespondierende: Mantelleitung NYM-J 5×1,5 mm²
Wago-Klemmen
Optional (wenn noch nicht vorhanden):
Zuleitung: Mantelleitung NYM-J 3×1,5 mm²
Verbraucher: Leuchte
Wie in der Theorie-Erklärung oben erklärt, führen zu jedem Wechselschalter 3 Leitungen.
Im ersten Moment könnte man hier über eine 3 Adrige NYM Leitung nachdenken. Allerdings ist es sehr wichtig, diese nicht zu verwenden. Da dann die Korrespondierenden, welche unter Spannung stehen, die falsche Farbe haben. Daher ist dies verboten und extrem gefährlich.
Der eine Wechselschalter wird mit einer 3 adrigen NYM Leitung mit der Zuleitung verbunden. Wie erklärt, wird der andere Wechselschalter mit der Lampe verbunden – dies geschieht ebenfalls über eine 3 adrige NYM Leitung.
Zudem wird der eine Wechselschalter mit einer 5 adrigen NYM Leitung mit dem Kreuzschalter verbunden und auch der andere Wechselschalter wird mit einer 5 adrigend NYM Leitung mit dem Kreuzschalter verbunden.
Praktische Verdrahtung ohne Abzweigdose / Klemmdose
Im praktischen Umfeld besteht teilweise nicht die Möglichkeit, eine Abzweigdose zu realisieren. Daher im Folgenden Beispiel die Realisierung ohne Abzweigdose / Klemmdose.
Hier werden dann allerdings mehr Leitungen benötigt. (Zu den Schaltern verlaufen 2 NYM Leitungen).
Kreuzschaltung mit 4 Schaltern
Die Kreuzschaltung kann auch erweitert werden. Bisher wurde die Basis-Kreuzschaltung vorgestellt. Diese kann um einen weiteren Schalter erweitert werden.
Hierzu wird ein weiterer Kreuzschalter hinzugefügt.
Kreuzschaltung mit 5 Schaltern
Die Kreuzschaltung kann auch auf insgesamt 5 Schaltern erweitert werden. Das Grundprinzip bleibt hierbei dasselbe.
Somit besteht die Schaltung dann aus 2 Wechselschaltern sowie 3 Kreuzschaltern.
Kreuzschaltung unendlich erweitern
Nach diesem erklärten Grundprinzip lässt sich die Kreuzschaltung theoretisch unendlich erweitern. Die beiden äußeren Schaltern sind die Wechselschalter. In der Mitte sind dann beliebig viele Kreuzschalter.






