Ausschaltung
Einleitung
Die sogenannte Ausschaltung ist die Grundschaltung der Elektroinstallation. Mit ihr kann durch einen Schalter ein Verbraucher ein- und auch wieder ausgeschaltet werden.
Kein Schnickschnack, keine komplexen Verkabelungen über drei Ecken: Einfach nur Licht an, Licht aus.
Vorsicht: Wenn du deinen Verbraucher (z.B. deine Lampe) mit mehr als einem Schalter an- und ausschalten möchtest, benötigst du die Weiterentwicklungen der Schaltung. Unten sind diese genauer beschrieben.
Schaltsymbol
Zustandstabelle
Komponenten
Schalter: Max 1
Verbraucher: Min 1
Ziel
Verbraucher von einer Schaltstellen ein-/ausschalten
Ziel / Anwendung der Ausschaltung
Die Ausschaltung kommt immer dann zum Einsatz, wenn ein Raum nur einen einzigen Zugang hat und das Licht auch nur von dort bedient werden muss.
Typische Einsatzorte sind:
– Gäste-WC: Tür auf, Schalter drücken, Licht an.
– Abstellkammer / Speisekammer: Kurz rein, Marmelade holen, wieder raus.
– Heizungskeller: Hier brauchst du keine Schalter an zwei Enden.

Aufbau / Verdrahtung der Ausschaltung
Wie erklärt, besteht die Ausschaltung aus einem Schalter. Zudem einem mindestens einem Verbraucher wie beispielsweise einer Leuchte.
An den Ausschalter wird der L-Leiter (Rot) angeschlossen.
Der andere Wechselschalter (Schalter3) wird mit der Leuchte verbunden.Die Leuchte wird zudem mit dem N Leiter (Blau) verbunden.
Dann wird der mittlere Kreuzschalter (Schalter2) mit den beiden anderen Schaltern verbunden (lila).

Erklärung / Funktion der Ausschaltung
Die Funktionsweise der Ausschaltung ist recht simpel.
Eine Lampe leuchtet, wenn Sie direkt mit der Phase (L1) und dem N verbunden ist.
Der Schalter kann die L1 Zuleitung zur Lampe unterbrechen und auch wiederherstellen.
Zustände
Es gibt somit 2 Zustände.
Am einfachsten kann man die Funktion mithilfe der Zustände bzw der Zustands-Tabelle darstellen. Hier ist jede Schalterstellung aufgelistet.
Stehen beide Schalter auf Position 0, besteht eine Verbindung von L zu N über die Leuchte. Somit leuchtet die Lampe.

Wird die Position des Schalters auf 1 umgelegt, besteht keine Verbindung mehr von der Phase (L) zu N, über die Leuchte. Entsprechend leuchtet hier die Lampe nicht.

Anschließen des Ausschalters Grundprinzip
Praktisch sieht der Ausschalter wie im unten dargestellten Bild aus. Hierbei handelt es sich natürlich um ein Beispiel, da die Ausschalter sich je nach Hersteller natürlich etwas unterscheiden.

Praktische Verdrahtung im Beispiel
Für die praktische Realisierung und Verdrahtung werden folgende Komponenten benötigt:
1x Ausschalter-Einsatz
1x Wippe für den Schalter
1x Schalter-Rahmen
Schalter- und Lampen-Leitung: Mantelleitung NYM-J 3×1,5 mm²
Wago-Klemmen
Optional (wenn noch nicht vorhanden):
Zuleitung: Mantelleitung NYM-J 3×1,5 mm²
Verbraucher: Leuchte
Wie in der Theorie-Erklärung oben erklärt, führen zu dem Schalter 3 Leitungen.
Im ersten Moment könnte man hier über eine 3 Adrige NYM Leitung nachdenken. Allerdings ist es sehr wichtig, diese nicht zu verwenden. Da dann die Korrespondierenden, welche unter Spannung stehen, die falsche Farbe hat. Daher ist dies verboten und extrem gefährlich.
Daher wird für die Schalter-Leitung eine 5 Adrige NYM Leitung verwendet.
Die Lampe kann mit einer 3 Adrigen NYM Leitung verbunden werden und auch die Zuleitung (z.B. in das Zimmer) kann durch eine 3 Adrige NYM Leitung gegeben sein.
Die Schalter-Leitung werden entsprechend mit dem Schalter und der Abzweigdose verbunden.
Zudem führt in die Abzweigdose die 3 Adrige NYM Zuleitung sowie die 3 Adrige Verbindung, welche mit der Lampe verbunden ist.
In der Abzweigdose werden zunächst alle Grün-Gelben-Leiter (PE-Leiter) über eine Wago-Klemme verbunden. Die Blauen-Leiter (N-Leiter) werden ebenfalls über eine Wago-Klemme verbunden.
Eine weitere Wago-Klemme verbindet die Braune-Leitung des ersten Schalters mit der Braunen-Leitung (L-Leitung) der Zuleitung.
Korrespondierende: Die Graue-Leitung des Schalters mit der Brauen-Leitung der Lampe verbunden.
Praktische Verdrahtung ohne Abzweigdose / Klemmdose
Im praktischen Umfeld besteht teilweise nicht die Möglichkeit, eine Abzweigdose zu realisieren. Daher im Folgenden Beispiel die Realisierung ohne Abzweigdose / Klemmdose.
Hier werden dann allerdings mehr Leitungen benötigt.




